Steigende Strompreise belasten viele Haushalte. Für Eigentümer mit Wärmepumpe kann sich jetzt jedoch eine neue Möglichkeit zum Sparen lohnen: Seit Anfang 2025 müssen alle Stromanbieter variable Stromtarife anbieten. Dabei richtet sich der Preis nach den aktuellen Börsenstrompreisen – und die schwanken im Tagesverlauf.
Für Hauseigentümer bietet das Sparpotenzial: Wärmepumpen können bevorzugt dann laufen, wenn Strom gerade günstig ist – etwa bei hoher Einspeisung von Wind- oder Solarstrom. Damit die Wärme trotzdem jederzeit verfügbar bleibt, empfiehlt sich ein Pufferspeicher. Er speichert überschüssige Wärme und gibt sie später wieder ab, wenn der Strompreis höher liegt.
Voraussetzung für die Nutzung eines variablen Stromtarifs ist allerdings ein intelligentes Messsystem, auch Smart Meter genannt. Es übermittelt die aktuellen Strompreise und ermöglicht eine automatische Steuerung der Wärmepumpe. Neben Wärmepumpen profitieren auch Eigentümer mit Photovoltaikanlage, Batteriespeicher oder Elektroauto von flexiblen Strompreisen. So kann ein Stromspeicher gezielt dann geladen werden, wenn der Strom besonders günstig ist.
Der Einbau von Smart Metern soll in den kommenden Jahren deutlich beschleunigt werden. Bis 2032 sollen möglichst alle Haushalte mit den intelligenten Zählern ausgestattet sein. Die laufenden Kosten sind gesetzlich geregelt und liegen für viele Haushalte bei maximal 30 Euro pro Jahr. Für die Installation können zusätzlich einmalig bis zu 100 Euro anfallen.
Eigentümer sollten daher prüfen, ob sich ein Wechsel in einen variablen Stromtarif für ihre Immobilie lohnt. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer können sich für ein solches intelligentes Messsystem an einen Messstellenbetreiber wenden. Das sind Firmen, die Stromzähler einbauen, betreiben und warten. Haushalte, deren Jahresverbrauch über 6.000 Kilowattstunden beträgt, die eine Photovoltaikanlage mit mehr als sieben Kilowatt Leistung besitzen oder die steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie eine Wärmepumpe oder eine Wallbox betreiben, sind laut Gesetz sogar dazu verpflichtet, ein intelligentes Messsystem zu nutzen. Aktuelle Informationen gibt es auf www.zukunftaltbau.de unter dem Stichwort „Variable Stromtarife“.